Jugendweekend Fiesch September 2010

Auch dieses Jahr durften wir unser Jugendweekend wieder im Feriendorf in Fiesch verbringen. Das Thema des Wochenendes war „Charismen“. Zum ersten Mal hatten wir einen Referenten bei uns, Urban Camenzind, der uns zum Thema wertvolle Impulse, anschauliche Beispiele und praktische Anwendungen gab.


Gespannt, was uns am Wochenende alles erwartet, kamen wir am Freitag Abend in Fiesch an. Zuerst stand „Zimmer beziehen“ auf der Tagesordnung. Nun konnte der Gebetsabend beginnen. Um unsere Herzen frei zu machen und für Gott zu öffnen, beteten wir Rosenkranz und hielten Lobpreis. Anschliessend gab uns Urban einen ersten Impuls zum Thema „Charismen“. Dort ging es vor allem darum, dass wir Gottes Geist durch das Amt (Priester…), durch die Sakramente und durch das Wort Gottes (Bibel…) erfahren und so unseren „Akku“ an der „Steckdose“ aufladen können. Diesen Power können/sollen wir dann an die Mitmenschen weitergeben, jeder auf die Art und Weise, die Gott für ihn bestimmt hat. Weiter ging es auch um die Erläuterung der „Vatergaben“ und der „Charismen“. Vatergaben sind die Gaben, Talente, die wir schon bei der Geburt von Gott erhalten haben (auch vererbbar), wie z.B. musikalisch, sprachbegabt, sportlich… . Charismen sind zusätzliche Gaben, die Gott uns nach Belieben schenken möchte, um der Gemeinschaft zu dienen, zur Erbauung der Gemeinschaft. Dazu gehören z.B. prophetisches Reden, Sprachengebet, Sprachengesang, Zungenreden, Unterscheidung der Geister, Charisma der Heilung, Charisma des Lobpreises, Charisma der Glaubenskraft, Weisheit, Lehre… . Gott möchte uns die Charismen in Fülle durch seinen Geist schenken, und er möchte, dass wir unser Herz, im Vertrauen auf ihn, öffnen und uns vom Geist Gottes führen lassen…


Nach dem Impuls fuhren wir fort mit Lobpreis und der Gebetsabend wurde schliesslich beendet. Zum Ausklang des Abends gab es noch Tee und Chips.
Wie gewöhnlich polterte der Weckdienst (Gitarre, Bongo, Stimmen) auch am Samstag Morgen durch die Gänge, um das Aufstehen anzukünden. Einige von uns waren schon etwas früher auf den Beinen, um einen morgendlichen Lobpreis zu halten… . Nach dem Frühstück hielt Urban seinen zweiten Impuls. Es wurde unter anderem das Charisma der Berufung zur Ehe oder zum ehelosen Leben thematisiert und die einzelnen Charismen näher erklärt. Anschliessend führten wir eine praktische Übung zum Sprachengesang durch, indem wir zuerst ein Lied miteinander sangen und im Anschluss unseren Gesang durch Töne, Melodien, Wörter, Sätze… vom Geist Gottes weiterführen liessen. Das Ziel ist, Verstand, Gedanken, Sorgen… auszuschalten, loszulassen, um mit offenem Herzen in den Lobpreis zur Ehre des Vaters einzutauchen, der uns innere Ruhe und Frieden verschafft. Dadurch können wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes besser öffnen.


Nach diesem Impuls teilten wir uns in vier Gruppen auf. Jede Gruppe bekam eine zerschnittene Bibelstelle, die zusammengefügt werden musste. Anschliessend diskutierten wir miteinander, was die Stelle, das Wort Gottes, uns sagen möchte.


Nach der Gruppenarbeit war schon Mittagessen angesagt. Nun hatten wir einige Zeit zur freien Verfügung, bis das Nachmittagsprogramm wieder startete. Einige verbrachten die freie Zeit mit Lobpreis, andere mit Kartenspielen, mit Quatschen oder sonstigen Beschäftigungen. Als Nächstes hatten wir wieder einen Impuls mit Urban. Dabei wurden vor allem die drei Bereiche der Charismen, wie sie heute von der Katholischen Kirche ausgeübt werden, angesprochen. Das sind die Diakonia, die Liturgia und die Marthyria. Zum Bereich Diakonia gehören z.B. christliche Hilfsorganisationen, Missionen in armen Ländern… (direkte Hilfe durch Tat). Der Bereich Liturgia deckt die Liturgie der Kirche ab (Heilige Messe: Wort Gottes, Evangelium, Lobpreis, Eucharistie…). Zum Bereich Marthyria gehören z.B. die Lehre, Zeugnis geben durch Wort, Verkündigung… .


Nun gab es wieder eine praktische Übung, wo jeder aufschreiben konnte, was er denkt, in welchen Bereichen Gott jedem persönlich Charismen geben möchte, um zur Erbauung der Gemeinschaft beizutragen. Anschliessend teilten wir uns wieder in Gruppen auf und nahmen an Workshops teil. Im ersten Workshop verglich Christoph unser geistliches Leben mit unserem Zimmer. So wie beispielsweise unser Körper täglich das Bett benötigt, um sich erholen zu können, so braucht unsere Seele das tägliche Gebet… . In einem zweiten Workshop gab es ein interessantes Bibelquiz mit Nina und im letzten Workshop stellten wir mit Nadine einen Rosenkrank „à la Kasachstan“ selbst her.
Nach den abwechslungsreichen Workshops war wieder Essenszeit. Am Abend durften wir noch eine Anbetung mit Lobpreis mit Urban halten . Es gab auch die Möglichkeit, für sich beten zu lassen oder sich mit einem speziellen Öl segnen zu lassen. Nach der Anbetung liessen wir den Abend noch gemütlich ausklingen…


Am Morgen des letzten Tages zeigte sich der Weckdienst wieder von seiner aktiven Seite. Nachdem wir unser Gepäck zusammengeräumt und hinuntergetragen hatten, frühstückten wir gemeinsam. Im Anschluss stand (zu unserer grossen Freude ;-)) „alles aufräumen und putzen“ auf der Tagesordnung. Nach einem Gruppenfoto marschierten wir gemeinsam hinüber ins Dorfzentrum Fiesch, um mit der Gemeinde die Heilige Messe zu feiern. Nach der Messe liefen wir wieder zurück ins Feriendorf und grillierten draussen. Später verabschiedeten wir uns von Fiesch und fuhren nach Gamsen in den MC, um das Weekend mit einem Dessert gemütlich zu beenden.


Rückblickend kann ich sagen, es war ein geniales, abwechslungsreich gestaltetes Wochenende. Während des ganzen Weekends wurden wir von unserem Kochteam herrlich bekocht. Ein herzliches Vergelt’s Gott unserer Hauptleiterin Stefanie (HL), dem Organisationsleiter Silvan (OL) und dem ganzen restlichen Team. Auch ein herzliches Vergelt’s Gott unserem Referenten Urban Camenzind für seine wertvollen Impulse, Gedanken, Zeugnisse…


Dank sei Gott!
Yes Lord!