Pfingsten in Salzburg – Fest der Jugend (10.-13. Juni 2011)

Voller Hoffnungen und hohen Erwartungen haben wir am Freitagabend gemeinsam die lange, nächtliche Reise nach Salzburg auf uns genommen. Unsere leuchtenden Augen verrieten jedem unsere grosse Vorfreude. Nachdem wir unsere Fahrt ganz Gott anvertraut und unter Mutter Marias Schutz gestellt haben, wurde es allmählich still. Als wir unsere Freunde von Graubünden aufgeladen hatten schliefen nach und nach alle ein. Auch wenn es nicht der tiefste Schlaf war, wir brauchten ihn für die kommenden Tage.

Allmählich wurde es wieder hell und der ganze Car erwachte langsam. Nach einer kleinen Kräftigungspause fuhren wir direkt zu unseren Unterkünften und durften unser Nachtlager aufschlagen. Gemeinsam spazierten wir zum Uni-Innenhof, wo wir miteinander frühstückten. Jetzt stieg die Nervosität nochmals an, gleich wird es beginnen. Das „Fest der Jugend“ unter dem Motto: „Neues Feuer braucht das Land.“. Und da es nichts Besseres gibt als den Tag mit Morgenlob zu beginnen begaben wir uns in die Uni-Kirche und lobten, priesen und dankten Gott. Unglaublich, alle diese fröhlichen, strahlenden Gesichter. Jetzt konnte das Fest Gottes anfangen.

Nach dem ganzen schönen Singen waren wir vom Hl. Geist so gestärkt, dass wir ohne Problem aufmerksam Bruce Clewett von der Mission Jugend zuhören konnten. Der in Kalifornien aufgewachsene Familienvater zeigte uns, mit seinem leichten amerikanischen Akzent auf, dass Gott weder ein Weihnachtsmann, noch ein Polizist, ein Puppenspieler oder ein Sadist ist, sondern vielmehr wie ein liebender Vater ist. Und diesem Vater ist die Liebesbeziehung zu uns zentral. Wichtig ist daher die Türen unserer Herzen für Jesus Christus zu öffnen und mit ihm in eine lebendige Beziehung zu treten. Wenn wir Gott lieben, auf ihn vertrauen und die Beziehung mit ihm pflegen, dann brauchen wir keine Angst zu haben, denn er ist unser Navigationssystem.

Anschließend zu dieser tiefgehenden Katechese feierten wir zusammen mit den ca. weiteren 2000 Jugendlichen und ganz vielen Priestern die Hl. Messe. Wir durften alle Jesus in unserem Herzen empfangen. Was für ein Geschenk!

Nach diesem eindrucksvollen Morgen waren wir alle hungrig und dankbar konnten wir gemeinsam Mittag essen. Später hatten wir die Möglichkeit uns in Austauschgruppen zu unterhalten. Es war sehr bereichernd von anderen Menschen Zeugnisse zu hören und mit ihnen über das Erlebte zu reden.

Wir begaben uns wieder in die Uni-Kirche für eine weitere Katechese. Dieses Mal von Ivan Dragicevic, einem der Seher aus Medjugorje. Er erzählte uns wie alles anfing als er noch ein junger Knabe war in der Zeit des Kommunismus. Jetzt ca. 30 Jahre später erscheint ihm immer noch täglich um 18:40 die Gospa, unsere liebe Mutter Maria. Und stellt euch vor, wir durften mit Leib und Seele dabei sein, danke Maria. Auf die Vorbereitung der Erscheinung beteten wir gemeinsam den Rosenkranz und plötzlich war sie ganz gegenwärtig. Maria sprach zu Ivan und uns erfüllte sie voller Freude, Frieden und Liebe. Nach der langen Erscheinung gab uns Ivan die Botschaft der Hl. Mutter und teilte uns mit, dass die Gospa, ihre Hände über jeden einzelnen von uns gelegt hatte, für uns auf ihrer Muttersprache, aramäisch, gebetet hatte und uns alle gesegnet hatte. Herzlichen Dank Gospa für dieses unglaublich wertvolle Geschenk.

Anschließend zum Nachtessen begann der grosse Abend der Barmherzigkeit im schönen Salzburger Dom. Dieser Abend war sicherlich für viele ein Höhepunkt des ganzen Wochenendes. Man kann es nicht in Worte fassen, wie gnadenreich dieser Abend war. Er war einfach wunderschön. Wir durften zur Beichte gehen, alles in Gottes Hände legen, voller Vertrauen. Wir konnten miteinander und füreinander beten. Wir lobten Gott, priesen ihn, sangen ihm und dankten ihm. Jesus war ganz gegenwärtig, im Heiligsten Sakrament und in jedem einzelnen Herz. Wir danken dir Gott, denn du bist unser Gott der unendlichen Barmherzigkeit und Liebe.

Erfüllt von so viel Freude, durften wir uns nach einem himmlischen Tag in unseren Schlafsäcken zu Ruhe legen.

Alle noch körperlich müde aber wach, fingen wir den neuen Tag, Pfingsten, nach einem ausgewogenen Frühstück, wie schon am Samstag mit einem fröhlichen Morgenlob an.
Nach dem Morgenlob waren wir ganz Ohr für eine weitere Katechese. Pater Luc Emmerich, Priors der St. Johannes Gemeinschaft in Marchegg, wünschte uns, dass wir alle die Gnade des Gebets erhalten. Er erklärte uns wie wichtig das tägliche, persönliche Gebet ist und auch das Bibellesen und das Lesen anderer spiritueller Bücher. Es gibt keine Gebetsanleitung, jeder von uns betet anders. Umso mehr wir beten umso leichter fällt es uns. Unser Gebet ist ein persönliches Gespräch mit Jesus. Wenn wir beten sprechen wir mit Jesus. Versuchen wir uns täglich Zeit zu nehmen, um in der Stille mit Jesus zu sprechen, wir dürfen ihm alles anvertrauen, er wird uns nicht enttäuschen. „Gebet macht glücklich, weil wir da Zeit verbringen mit unserer größten Liebe.“ „Mein Herz ist eine kleine Kapelle, wo ich ständig hinein gehen kann.“

Wie eine grosse Familie feierten wir die Hl. Pfingstmesse. Es war ein super Gefühl mit all diesen Leuten ein solches Fest zu feiern. Der Hl. Geist erfüllte uns alle.

Nach einem typischen, köstlichen Wiener Schnitzel ging eine Gruppe von uns Jugendlichen in die Salzburger Gassen und hielten Lobpreis. Wir sangen, sprangen, lachten, lobten, priesen und dankten unseren Guten Gott. Es war wunderschön, denn jeder von uns war erfüllt von grosser Freude und Liebe. Wir spürten, dass grosser Frieden herrschte. Viele Menschen hörten uns zu, winkten uns, lachten uns an und fotografierten uns. Danke Herr, dürfen wir deine Zeugen sein.

Bevor es weiter ging, hatten wir wiederum die Möglichkeit uns in den Austauschgruppen zu unterhalten.

Alle versammelt, starteten wir in der Uni-Kirche das Gebet um den Hl. Geist mit Lobpreis. Jeder der es wünschte, durfte nun sein Leben Jesus weihen. Was für ein schöner Akt. Wir dürfen ihm alles geben, all unsere Sorgen, Leiden und Nöte und natürlich auch all unsere Freuden, von denen wir manch eine an diesem Pfingstwochenende erleben durften. Wir traten vorne zum Allerheiligsten Sakrament im Chor und knieten uns vor Jesus hin. Verschiedene Priester legten ihre Hände auf jeden einzelnen von uns und segneten uns. Wir beteten gegenseitig füreinander und wurden mit unermesslicher Kraft erfüllt.

Nach dem Nachtessen stand noch ein Worship Konzert von einer anglikanischen Gruppe „Nick Herbert & Band“ auf dem Programm. Es nahmen auch Jugendliche der Freikirche teil. Da aber im Republic nicht für alle Platzt war, verbrachten viele von uns den Abend mit interessanten Gesprächen und gemeinsamen singen.

Alle erfüllt vom Hl. Geist, schliefen wir nach einem göttlichen Pfingstsonntag ein.

Ein wenig traurig, dass unser Abenteuer schon fast vorbei ist, packten wir am Montagmorgen unsere Sachen zusammen und verstauten sie wieder in unser Wallisercar.
Noch einmal teilten wir miteinander das Frühstück und freuten uns auch schon auf die letzte Katechese von Georg Mayr-Melnhof, von der Loretto Gemeinschaft. Sein Ruf an uns war: „Ihr seid die Wächter des neuen Morgens!“ Diesen prophetischen Satz des großen, seligen Papstes Johannes Paul II nahmen wir vor unserer Rückreise gerne entgegen. Georg forderte uns auf unser Christsein in die Tat umzusetzen. Fest entschlossen standen wir am Ende dieses überwältigenden Jugendpfingstfestes in der bis zum letzten Meter Bodenfläche gefüllten Uni-Kirche auf, als Georg in seiner aufrüttelnden Abschlusskatechese die Frage stellte: „Wo stehst Du? Möchtest Du auch Wächter sein?“ Ja, wir alle wollen Wächter sein.

Ganz neu erfüllt und gestärkt, mit einer neuen Mission nahmen wir unsere Rückreise auf uns. Im Car konnten wir über die eindrücklichen Erlebnisse dieses gesegneten Wochenendes austauschen. Wir hatten auch Zeit miteinander zu singen und Spass zu haben. Auf unserem Heimweg machten wir noch einen Halt in Bludenz um gemeinsam mit dem anderen Schweizer Car die Abschlussmesse zu feiern. Diesmal ohne unsere österreichischen und deutschen Freunde im kleinen Kreise. Anschließend zur Messe verwöhnten uns die Schwestern mit einer Verstärkung, für die bevorstehende Fahrt, in ihrem wunderschönen Garten.

Nachts in der Schweiz angelangt, nahmen wir nach und nach in verschiedenen Orten Abschied von einander. Jeder musste wieder zurück in seinen Alltag aber immer gewiss, dass wir im Gebet alle verbunden sind.

Es war ein Wochenende wie man selten eines erlebt. Ein Fest des Glaubens. Ein Fest mit dem ganzen Himmel. Es war wie ein Stück Himmel auf Erde. Wir alle wollen dir, Gott, danken, denn schließlich hast du jeden einzelnen von uns gerufen. Danke für dieses unbeschreiblich schöne Pfingstfest. Maria, du nimmst uns immer wieder an deine Hand und führst uns zu deinem Sohn. Danke! Wir danken allen die bei der Organisation mitgeholfen haben. Ohne euren treuen Einsatz sind solche Anlässe nicht möglich. Wir brauchen euch. Wir danken jedem Einzelnen. Für jedes Lachen, jede Träne, jedes Gebet, jede gute Tat, jeden Handdruck, jeden Augenblick.

Danke einfach für Dich, denn Du bist wertvoll!!!
Freu Dich, Gott liebt Dich!

Ew alle Gottes Sägo!