Silvesterweekend (30. Dezember 2005 - 1. Januar 2006)

Am Freitagabend fingen wir mit einer kleinen Verspätung um 19.45 Uhr unser Silvesterweekend im Haus Schönstatt in Brig an. Wir waren 20 Teilnehmer, die das ganze Wochenende mitmachten. Da wir uns noch nicht alle kannten (2 Ostschweizerinnen und 4-5 Personen die nicht regelmässig die Gebetsgruppe besuchen) machten wir eine kleine Vorstellungsrunde. Dazu warfen wir einer Person ein Paket Taschentücher zu und stellten dann dieser eine Frage. So lernten wir uns gegenseitig ein bisschen besser kennen.
Dann begannen wir unseren Gebetsabend mit dem Kreuzzeichen und mit Lobpreis. Als wir genug gesungen, getanzt und gelobt hatten hielt uns Dorothea einen kurzen Impuls über das Thema des Wochenendes: „Ihr seid das Licht der Welt“. Wir sollten zuerst nachsinnen, wann Gott für uns in letzter Zeit ein Licht gewesen ist. Nach ca. 5 Minuten tauschten wir uns dann in Zweier- und Dreiergruppen über unsere Erfahrungen mit Gott als unser Licht aus. Anschliessend machten wir das Gegenteil, d.h. wir hatten Zeit uns zu überlegen, was wir Schlechtes, Dunkles und Negatives erfahren haben. Doch diesmal tauschten wir uns nicht mehr in Gruppen über dieses Thema aus, sondern brachten das alles vor Gott hin. Zum Schluss sangen wir noch ein Lied und beendeten den Gebetsabend mit einem „Vater unser“.
Dann hockten wir noch gemütlich beisammen und plauderten ein bisschen. Doch wegen dem vielen Schnee auf den Strassen machten wir uns nicht all zu spät auf den Heimweg.

Am Samstagmorgen versammelten wir uns um 10.00 Uhr wieder im Haus Schönstatt. Nach einem kleinen Lobpreis gab uns Dorothea einen weiteren Impuls über das Licht. Sie erzählte uns, dass das Licht lebenswichtig ist. Ohne Licht könnten weder wir Menschen, noch die Tiere oder die Pflanzen lange überleben. Auch bei der Erschaffung der Welt war das Licht ein grosser Faktor, denn Gott sprach zuerst „…es werde Licht…“. Sie machte dann auch noch den Vergleich mit der Sonne und dem Mond. Der Mond selbst kann nicht scheinen. Doch weil die Sonne den Mond bescheint, strahlt auch der Mond Helligkeit aus. Genau gleich ist es mit uns Menschen und Jesus. Jesus ist unser Licht, das uns bescheint. Wir selbst können nicht leuchten. Aber mit Jesus können wir ein Licht Gottes sein in der Welt.
Nach dem Impuls hatten wir eine halbe Stunde Anbetung in der Hauskapelle, wo wir darüber nachsinnen sollten, wie wir im neuen Jahr ein Licht Gottes sein können. Anschliessend wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. Das Ziel war, unsere Gedanken von der Anbetung zusammen in der Gruppe auf ein Blatt Papier zu bringen. Der Auftrag der 1. Gruppe war: „Wo kann man das Licht Gottes empfangen?“. Die 2. Gruppe sollte folgendes herausfinden: „Was hindert uns das Licht Gottes zu empfangen?“. Das Ziel der 3. Gruppe war: „Wie kann man das Licht Gottes weitergeben?“ Voller Eifer machten wir uns an die Arbeit und zeichneten, malten und schrieben die A3 Blätter voll. Dann war es schon 12.00 Uhr und somit Zeit für das Mittagessen…
Um 13.00 Uhr ging es dann wieder weiter, indem wir einander unsere Kunstwerke präsentierten. Anschliessend räumten wir noch auf und machten uns dann per Postauto auf den Weg nach Gamsen ins Olympica. Dort angekommen spielten wir nicht Badminton, sondern Bowling. Dies ist ähnlich wie Kegeln, aber doch nicht das gleiche. Auf jeden Fall hatten wir grossen Spass miteinander.
Da wir nach dem Bowling noch zu früh in der Zeit waren, genehmigten wir uns noch einen kleinen Abstecher ins McDonalds, um dann anschliessend von dort aus zur Familie Murmann nach Glis zu laufen. Dort angekommen spielten einige Musik, andere spielten zusammen und wieder andere plauderten gemütlich. Weil es dann ziemlich stark regnete, mussten wir noch die Messe umorganisieren. Es wäre ja geplant gewesen, die Messe am Abend im „Gstei“ zu feiern. Doch wegen dem starken Regen wäre es zu gefährlich gewesen, weshalb wir die Messe in die Antoniuskapelle in Brig verlegten. Somit informierten wir zuerst noch alle Eltern und Angehörigen, dass die Messe in Brig stattfinden werde.
Nach dieser Umstrukturierung machten wir gemeinsam eine Stunde lang Lobpreis und dankten Gott, dass wir den Silvester mit Ihm feiern durften. Als wir erschöpft waren vom Singen und sich der Hunger meldete, machten wir uns auf den Weg in die Küche, wo ein feines Abendessen auf uns wartete. Es gab Brotfladen mit einer Füllung, die man selbst nach eigener Wahl zusammenstellen konnte. Es gab von Hackfleisch zu Schinken, von Zwiebeln zu Peperoni und von Kartoffelsalat zu Maissalat wirklich alles was das Herz begehrte. Nachdem jeder Magen gesättigt war, wurde noch der Kaffee und feine selbst gemachte Biskuits serviert. Anschliessend sah man lustige Bilder: manche waren auf dem Sofa vor Müdigkeit eingeschlafen, andere installierten im Estrich ein Kletterseil und tollten damit herum, wieder andere waren am musizieren und die Leisesten waren gemütlich am reden und diskutieren.
Dann war es schon bald 22.15 Uhr und so machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz bei der Kirche in Glis. Dort starteten wir um 22.30 Uhr einen Fackellauf via alten Kirchweg zur Antoniuskapelle in Brig. Während dem gesamten Marsch wurde gesungen und gebetet. Unterwegs gab uns Dorothea noch einen Impuls: Wir sollten das alte Jahr noch einmal überdenken und abschliessen. Was hatten wir für Begegnungen? Was haben wir für Menschen kennen gelernt? Was ist uns gelungen? Was ist uns misslungen? Was ist noch nicht abgeschlossen? Was ist noch offen? Was ist noch nicht beendet? Mit diesen Gedanken im Kopf nahmen wir noch den zweiten Teil des Weges auf uns.
Mit etwas Verspätung trafen wir dann in der Antoniuskapelle um 23.15 Uhr ein, wo auch sofort die Messe begann. Die Zelebraten des Gottesdienstes waren Pfr. Rainer Pfammatter und Pfr. Alexander Fux. Wir wollten miteinander das alte Jahr mit Gott abschliessen und das neue mit Ihm zusammen beginnen. Um 24.00 Uhr liessen wir noch keine Feuerwerkskörper durch die Luft sausen. Nein, um 24.00 Uhr waren wir gerade mitten in der Wandlung!
Nach der Messe, die ca. um 00.20 Uhr beendet war, wünschten wir uns alle noch ein gutes neues Jahr und gönnten uns anschliessend in einem Raum neben der Kapelle alkoholfreien Champagner, heissen Tee, Glühwein und viele leckere Backwaren. Und eine halbe Stunde später erhellten auch wir, mit ein bisschen Verspätung, mit Feuerwerkskörpern den Briger Himmel!
Nach dem Feuerwerk machten sich dann die Eltern und Angehörigen gemütlich auf den Weg nach Hause und wir Jugendlichen gingen zurück zum Haus Schönstatt, wo wir uns um ca. 2.00 Uhr zur Ruhe legten. Na ja, nicht ganz! Manche hatten noch das Bedürfnis ihre Bettnachbarn bis um 3.30 Uhr zu unterhalten…

Am Sonntag standen wir um 9.30 Uhr auf und assen um 10.00 Uhr zusammen das Frühstück. Dann hatten wir Freizeit bis um 12.30 Uhr. Manche spielten gemütlich Karten oder plauderten miteinander. Andere zogen den Skianzug an und drehten im Neuschnee einen Action-Film (J.C. der Verfolgte). Das Resultat könnt ihr übrigens im Internet betrachten!
Um 13.30, nachdem wir das Mittagessen zu uns genommen hatten, machten wir noch den gemeinsamen Abschluss des Wochenendes. Dabei überreichte jeder Teilnehmer einem anderen Jugendlichen ein Kerzchen mit einem Bibelspruch über das Licht. Anschliessend war es dann auch schon an der Zeit von einander Abschied zu nehmen. Manche stiegen wieder in den Zug um eine lange Reise Richtung St. Gallen in Angriff zu nehmen, andere wurden von ihren Eltern abgeholt.

Es ist auf jeden Fall immer ein tolles Erlebnis, wenn man mit so vielen Jugendlichen, die alle noch fest im Glauben verwurzelt sind, auf eine andere Art Silvester zu feiern darf!

Silvan Wyden